Kryoablation - Vereisung von Nierentumoren

Die Klinik für Urologie des USZ war 2006 die erste Klinik die diesen Operation in der Schweiz durchführte und hat so eine langjährige Erfahrung.

Die Kryoablation stellt v.a. bei Patienten mit kleinen und/oder multiplen Nierentumoren bis zu einer Grösse von 3-4 cm und/oder schweren Begleitkrankheiten eine gute Therapiealternative zur klassischen operativen Therapie (Nierenteilresektion) dar (Abbildung 1).

Abhängig von der Grösse werden die Tumore mittels 1 bis 6 1.47 mm dünnen Kryosonden unter Verwendung von Argongas während 2 x 10 Minuten auf Minus 60° bis -70°C gekühlt, wodurch eine komplette Zell- und Tumorzerstörung erreicht wird (Abbildung 2).

Bild1TuvorKryo1.jpgBild1TuvorKryo1.jpg 

                         Abbildung 1                                                         Abbildung 2

Der Eingriff wird videoendoskopisch durchgeführt d.h. über 3 oder 4 je max. 10 mm langen Schnitten wird der Nierentumor mit Hilfe von Instrumenten und einer Kamera dargestellt. Danach werden die Kryosonden unter direkter Sicht- und Ultraschallkontrolle ganz gezielt in den Tumor eingebracht. Im Vergleich zur klassischen Nierenteilresektion von kleinen Tumoren ist die Kryoablation mit weniger operativen Risiken verbunden. Die publizierten kurz- und mittelfristigen Studienresultate hinsichtlich der mit dieser Methode erzielten Krebsheilung sind viel versprechend.