Hermanns / Poyet Gruppe

Die Forschungsgruppe von PD Dr. Thomas Hermanns und PD Dr. Cédric Poyet befasst sich mit der Erforschung bösartiger Erkrankungen der Harnblase, der Prostata sowie Keimzelltumoren. Neben einem verbesserten molekularbiologischen Verständnis der Erkrankungen werden neue Biomarker für eine verfeinerte Prognoseeinschätzung und Diagnostik gesucht. Hierzu erforschen wir molekularbiologische tumorspezifische Veränderungen am Gewebe, im Blut und im Urin der Patienten.

Evaluation von Angio- und Lymphangiogenese beim invasiven Blasenkarzinom

Beschreibung
Wir untersuchen das Verhalten von invasiven Blasenkarzinomen mit speziellem Fokus auf Lymph- und Angiogenese. Es handelt sich um eine prospektive Kohortenstudie bei invasiven Blasenkarzinom-Patienten. Mit verschiedenen Methoden untersuchen wir hochregulierte Gene welche speziell die Lymph- und/oder Angiogenese beeinflussen und somit das Metastasierungspotential des Tumors erhöhen.

Projektleitung
Dr. med. Cédric Poyet, Dr. med. Thomas Hermanns
 
Kollaborationspartner
Prof. Dr. Peter Wild, Institut für klinische Pathologie, Universitätsspital Zürich
Prof. Dr. Michael Detmar, Inst. f. Pharmazeutische Wiss, ETH Hönggerberg

Projektdauer
2012 - 2020

Projektstand
Abschlussarbeiten

Publikationen

Tobias Benoit, Etienne X. Keller, Pirmin Wolfsgruber, Thomas Hermanns, Michele Günthart, Irina Banzola, Tullio Sulser, Maurizio Provenzano and Cédric Poyet. High VEGF-D and low MMP-2 serum levels predict nodal positive disease in invasive bladder cancer. Med Sci Monit. 2015 Aug 4;21:2266-74.

Filip Roudnicky, Cédric Poyet, Peter Wild, Sarah Krampitz, Fabrizia Negrini, Reto Huggenberger, Anja Rogler, Robert Stöhr, Arndt Hartmann, Maurizio Provenzano, Vivianne I Otto, Michael Detmar: Endocan is upregulated on tumor vessels in invasive bladder cancer where it mediates VEGF-A-induced angiogenesis. Cancer Research 12/2012

proCOC (Prostate cancer outcome study)

Beschreibung
Die Studie proCOC ist eine Beobachtungsstudie von Patienten mit lokalisiertem Prostatakarzinom, welche operiert werden. Bei der Operation asservieren wir Serum wie auch die Prostata im Rahmen eines Biobankings. 

Projektleitung
Dr. med. Cédric Poyet, Prof. Dr. med. Peter Wild
 
Mitarbeiter
Dr. med. Christian Fankhauser, Klinik für UrologieZürich
Dr. med. Thomas Hermanns, Klinik für Urologie Zürich

Kollaborationspartner
Protemedix AG
ETH Zürich
University of Applied Science North Western Switzerland (FHNW)

Projektdauer
2008 - 2020

Projektförderung
Commission for Technology and Innovation (CTI)

Projektstand
Datenerhebung, erste Auswertungen geplant

Publikationen

Umbehr M, Kessler TM, Sulser T, Kristiansen G, Probst N, Steurer J, Bachmann LM. ProCOC: the prostate cancer outcomes cohort study. BMC Urol. 2008 Jun 17;8:9. doi: 10.1186/1471-2490-8-9.

Heterophile Antikörper und Ihr Einfluss auf die Diagnostik beim Prostatakarzinom

Beschreibung
Heterophile Antikörper können mit dem diagnostischen Test des PSA interferieren und somit den PSA-Wert artifiziell verändern. Wir untersuchen in einer prospektiven Studie in Zusammenarbeit mit der klinischen Chemie wie häufig und inwiefern die PSA-Tests durch heterophile Antikörper beeinfluss werden.  

Projektleitung
Dr. med. Cédric Poyet
 
Mitarbeiter
Prof. Dr. Arnold von Eckardstein, Institut für klinische Chemie

Projektdauer
2017 - 2021

Projektförderung
Unrestricted Grant von Abbvie

Projektstand
Datenerhebung, Auswertung

Publikationen

Lautenbach N, Müntener M, Zanoni P, Saleh L, Saba K, Umbehr M, Velagapudi S, Hof D, Sulser T, Wild PJ, von Eckardstein A, Poyet C. Prevalence and causes of abnormal PSA recovery. Clin Chem Lab Med. 2018 Jan 26;56(2):341-349. 

Cédric Poyet, Danielle Hof, Tullio Sulser, Michael Müntener: Artificial prostate-specific antigen persistence after radical prostatectomy. Journal of Clinical Oncology 12/2011; 30(5):e62-3.

miRNAs in testicular cancer patients

Beschreibung

Die in der Tumornachsorge von Keimzelltumoren etablierten Tumormarker sind bei weniger als 60% aller Patienten im Blut messbar. Zum Ausschluss eines Tumorrezidivs müssen deshalb wiederholt Ultraschall-, Röntgenuntersuchungen wie z.B. Computertomographien durchgeführt werden.
Tumormarker, die über eine einfache Blutentnahme zuverlässig und spezifisch Rezidive anzeigen würden, wären für die Nachsorge bei Patienten mit Keimzelltumoren in vielerlei Hinsicht "revolutionär".

Am UniversitätsSpital Zürich wurde in Kollaboration mit Wissenschaftlern anderer Einrichtungen eine Reihe neuer Tumormarker, sogenannte microRNAs untersucht, welche als nahezu perfekte Tumormarker gelten. Sie finden sich bei fast allen Patienten mit Keimzelltumoren.

Ziel des Projekts ist es zu untersuchen ob
(1) Tumorrezidive anhand von microRNA bei Patienten mit Keimzelltumoren in der Krebsnachsorge zuverlässig entdeckt werden können. und 
(2) mittels „Next Generation Sequencing“ Methode, neue microRNA zur Rezidivdetektion gefunden werden können, die möglichweise noch besser geeignet sind als die bislang publizierten microRNA.

Für unser erstes Ziel sollen im Rahmen einer bereits laufenden Studie Blutproben von Patienten mit Keimzelltumoren gesammelt und anschliessend auf bekannte miRNAs hin analysiert werden. Für unser zweites Ziel werden mittels einer sogenannten „next generation sequencing“ Methode die Blutproben auf über 2000 miRNAs durchsucht.

Projektleitung
PD Dr. Thomas Hermanns, Klinik für Urologie USZ, Zürich
Dr. med. Christian Fankhauser, Klinik für Urologie USZ, Zürich
Prof. Jörg Beyer, Klinik für Onkologie, Inselspital, Bern

Mitarbeiter
Yvonne Döring, Klinik für Urologie, USZ, Zürich
Ailsa Christiansen, Institut für klinische Pathologie, USZ, Zürich

Kollaborationspartner
SAG TCCS – Swiss Austrian German Testiular Cancer Cohort Study 
http://sag-tccs.com/

Projektdauer
2018-2021

Projektförderung
Krebsforschung Schweiz

Projektstand
Datenerhebung, erste Auswertungen

Publikationen

Dieckmann KP et al. (2019) Serum Levels of MicroRNA-371a-3p (M371 Test) as a New Biomarker of Testicular Germ Cell Tumors: Results of a Prospective Multicentric Study J Clin Oncol, Jun 1;37(16):1412-1423 




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